Wunscherfüllung Teil 1

Wunscherfüllung gehört zu den Topthemen der letzten Jahre. Gibt es wirksame Methoden, gibt es Ergebnisse, die die Wirksamkeit unserer Wünsche bestätigen, ist es nur ein Trend oder steckt Ernsthaftes dahinter?

Einiges hat sich relativiert. Hieß es früher „die Macht der Gedanken ist unendlich“, können heute Wünsche nur unter bestimmten Voraussetzungen erfüllt werden. Am meisten hat mir ein gewisser Autor zugesetzt, der in seinem ersten Buch schön und glaubhaft darstellte, auf welche Weise man denken soll, damit man erfolgreich durch das Leben gehen kann – und all das in seinem nächsten Werk so relativierte, dass manche Leser, den Kauf des ersten Buches als Geldrauswerfen betrachteten. Der Autor selbst gab zu, sich in seinen Überzeugungen getäuscht zu haben. Ich fand das lustig, aber seitdem verlor ich das Interesse an Lebensberatungsbüchern.

Ich beobachte auch einen enormen Anstieg im Bereich Coaching. Versuchte man früher die Rezepte für glückliches und erfülltes Leben aus den Ratgeber-Büchern zu holen, geht man heute auf Seminare, zu Gesprächskreisen oder zu einem Coach. Mit der Erwartung, hier das notwendige Wissen zum Glücklichsein zu erwerben. Seltsamerweise wird unsere Gesellschaft laut Krankenkassenberichten immer kränker – trotz der Fülle an Ratgeber-Literatur und der in Hilfestellung geschulten Menschen.

Woran mag das liegen?

Vielleicht daran, dass eine positive Veränderung erst dann eintreten kann, wenn wir verstanden haben, zur richtigen Zeit auf dem richtigen Platz zu sein. Wenn wir erkennen, dass alles, was wir durchmachen, erleben und erfahren, seinen Grund hat.
Natürlich ist es viel einfacher, wenn man an die Reinkarnation glaubt. Ich tue es und daraus ziehe ich meine Rückschlüsse. Bescheiden und ehrfürchtig beuge ich mich den unterschiedlichsten Lebenslektionen. Ich klage nicht, schimpfe nicht, sondern versuche zu verstehen, was meine Erfahrungen mich lehren sollen.
Ich warte nicht, bis das große, unangenehme Ereignis eintritt. Stattdessen überlege ich jeden Tag, was mir widerfährt.
Abends lasse ich meinen Tag Revue passieren. Denke über meine Reaktionen, meine Begegnungen, meine Erfahrungen nach und bin ehrlich mit mir. Ich gebe zu, wenn ich Unrecht getan habe, überlege, wie ich mich das nächste Mal anders verhalten kann. Denn eines ist wesentlich: wir können die anderen nur ändern, in dem wir unser Verhalten ihnen gegenüber ändern.
Also: es sind nicht die anderen, die sich ändern sollen, sondern wir selbst. Es passierte mir früher immer wieder, dass ich über meine Mitmenschen schlecht gedacht habe. Jetzt meide ich Urteile. Ich habe schon allzuoft festgestellt, dass auch ich sehr wohl unschöne Charaktereigenschaften habe und es sind sehr oft eben diese, die mich auch bei anderen Menschen so sehr ärgern.

Hat das etwas mit den Wünschen und Wunscherfüllung zu tun? Für mich definitiv ja!

Seitdem ich bewusst lebe, gehen meine Wünsche öfters in Erfüllung. Das Leben im Universum unterliegt nämlich bestimmten Gesetzen (mehr dazu demnächst). Befolgen und beachten wir diese, geht es plötzlich einfacher, wenn auch nicht ganz problemlos. Denn Probleme sind Aufgaben, die wir lösen müssen, um weiter zu kommen: unsere Herausforderungen. Betrachten wir sie als solche, haben wir bereits zur Hälfte gewonnen.
Sehen wir uns als einen Schüler, der auf dieser Welt einfach lernen soll; so kommen wir wieder ein Stückchen vorwärts in unserem Streben nach Glück. Und gehen wir bei unseren Wünschen konsequent vor, zielstrebig und geduldig, hilft uns das Universum. Zu unserem Wohle – vorausgesetzt, wir wollen niemanden schaden. Wir bekommen, dem universellen Gesetz nach, alles zurück. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

 

 

 

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